Woher kommt die Liebessymbolik?

Wir alle wissen, dass die Liebe schwer greifbar oder in Worte zu fassen ist. Genau dies ist ein Grund, warum wir oft Metaphern oder Symbole für uns sprechen lassen, um das zu auszudrücken, was wir eigentlich selbst kaum verstehen. Aber woher kommt unsere heutige Liebessymbolik und was hat sie ursprünglich zu bedeuten?

Das missverstandene Efeublatt

Von klassischer Liebeslyrik bis hin zum modernen Liebeslied, ohne den Begriff des Herzens kommt man nicht mehr aus, wenn es um die großen Gefühle geht. Dabei stand das Herz ursprünglich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, für das gleichnamige Organ, sondern ist die abgeänderte Fassung eines Efeublatts, das dank seiner Langlebigkeit schon im Mittelalter zum Symbol der Liebe wurde und sich seitdem weltweit als das Symbol der Liebe durchgesetzt hat. Im Laufe der Jahre ist der anfängliche Bezug zum Efeublatt verloren gegangen und der Bezug zum Organ wuchs, aufgrund der gleichwertigen Lebenswichtigkeit der Liebe und des Herzens in unserer Brust.

Ein bisschen Unendlichkeit am Finger

Der endgültige Liebesbeweis ist die Hochzeit. Und auch heute gilt, wo eine Hochzeit ist, dürfen Ringe nicht fehlen. Der Ring ist durch seine endlose Form geradezu prädestiniert, um als Liebessymbolik herhalten zu können. Ein Ring hat weder Anfang, noch Ende, genau wie, im optimalen Fall, die Liebe zwischen Mann und Frau, die bis ins unendliche geht.

Rote Rosen soll es regnen

Rot ist die Farbe der Liebe und steht untrennbar im Zusammenhang mit der Rose. Schon im griechischen Altertum war die Rose mit Aphrodite, Göttin der Schönheit, und Eros, dem Gott der Liebe verbunden. Die charakteristisch rote Farbe der Rose geht auf einen Unfall der Aphrodite zurück, die sich an ihren Dornen stach und sie durch ihr Blut rot färbte. Allerdings steht die Rose in ihrer makellosen Schönheit und ihrem wohlriechenden Duft nicht nur für die positiven Seiten der Liebe, sondern durch ihre Dornen auch für eventuellen Schmerz, den die große Liebe mit sich bringen kann.

Flügelschläge in der Magengegend

Ob sie nun im Bauch herum flattern oder man sich einen romantischen
Wandtattoo Schmetterling ins gemeinsame Liebesnest zaubert, das liebliche Insekt ist ein sicherer Indikator für Liebe bzw. das erste Verliebtsein. Die Aussage „Schmetterlinge im Bauch zu haben“, wenn man sich verliebt, ist dabei eben auf genau dieses kribbeln zurückzuführen, dass sich dann normalerweise einstellt. Ebenfalls dazu beigetragen, dass der Schmetterling sich als Liebessymbolik etabliert hat, ist die Tatsache, dass er Blumen bestäubt und so für ihre Verbreitung mitverantwortlich ist.